Öffentlicher Dienst für Bund und Kommunen: ver.di fordert Einkommenserhöhung von 4,8 Prozent bzw. Mindestbetrag von 150 Euro – Ost-West-Angleichung der Arbeitszeit

 

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) fordert für die rund 2,3 Millionen Beschäftigten des öffentlichen Dienstes von Bund und Kommunen unter anderem eine Anhebung der Einkommen um 4,8 Prozent bzw. einen Mindestbetrag von 150 Euro monatlich bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die Ausbildungsvergütungen und Praktikantenentgelte sollen um 100 Euro monatlich angehoben werden. Gefordert wird die Ost-West-Angleichung der Arbeitszeit. Darüber hinaus soll das Thema der Entlastung der Beschäftigten in den Tarifverhandlungen behandelt werden. Die besonderen Themen des Gesundheitswesens und der Pflege sollen an einem eigenen Verhandlungstisch eingebracht werden. Das hat die Bundestarifkommission der Gewerkschaft am Dienstag (25. August 2020) in Berlin beschlossen. Das Ergebnis soll später zeit- und wirkungsgleich auf Beamtinnen und Beamten, Richterinnen und Richter, Soldatinnen und Soldaten sowie Versorgungsempfängerinnen und -empfänger übertragen werden.

„Die Corona-Pandemie zeigt: Der öffentliche Dienst und seine Beschäftigten halten das Land zusammen. Das muss auch im Tarifergebnis deutlich werden. Klatschen allein hilft niemandem – schon gar nicht den Beschäftigten und der Konjunktur“, sagte der ver.di-Vorsitzende Frank Werneke. Vor diesem Hintergrund sei die Forderung der öffentlichen Arbeitgeber nach einer Nullrunde absolut unakzeptabel. „Wir als ver.di fürchten keinen tarifpolitischen Konflikt“, stellte Werneke klar.

„Der Tarifrunde im öffentlichen Dienst kommt in diesem Jahr eine entscheidende Rolle bei der Stabilisierung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung zu“, betonte Werneke. „Wir haben einen robusten Binnenmarkt und die Chance auf dauerhafte wirtschaftliche Erholung. Das wird sich nur dann realisieren lassen, wenn die Binnennachfrage dauerhaft belebt wird. Diese Chance müssen wir nutzen“, sagte der ver.di-Vorsitzende.

ver.di führt die Tarifverhandlungen gemeinsam mit der GdP, der GEW, der IG BAU und dem dbb beamtenbund und tarifunion.

Termine der bereits vereinbarten Verhandlungsrunden sind:

1. Runde: 1. September 2020 (Potsdam)

2. Runde: 19./20. September 2020 (Potsdam)

3. Runde: 22./23. Oktober 2020 (Potsdam)

 

[Quelle: Ver.di-Pressemitteilung 25.8.2020]

 

Gespräche mit kommunalen Arbeitgebern ohne Ergebnis beendet

 
Die Gespräche mit der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) sind am Dienstagnachmittag (16. Juni 2020) ohne Ergebnis beendet worden. Ziel von ver.di war es, hinsichtlich der zeitlichen Anlage der Tarifrunde auf die Corona-Krise zu reagieren. Die VKA war jedoch zu keiner Verständigung bereit. Damit wird die Durchführung einer regulären Verhandlungsrunde zum Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes (TVÖD) ab September 2020 wahrscheinlicher.

„Die kommunalen Arbeitgeber streben offensichtlich eine konfliktorientierte Tarifrunde im Herbst an. Applaus war gestern – jetzt scheint Undankbarkeit angesagt zu sein. Damit wissen wir, woran wir miteinander sind. ver.di wird sich in den kommenden Wochen entsprechend auf die Tarifrunde vorbereiten“, sagte der ver.di-Vorsitzende Frank Werneke im Anschluss an die Gespräche.

Am Donnerstag berät die Bundestarifkommission der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di), in der auch die Gewerkschaft der Polizei (GdP), die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) sowie die IG BAU vertreten sind, über das weitere Vorgehen und einen Zeitplan. Die Tarifrunden für den öffentlichen Dienst verhandeln ver.di und die beteiligten DGB-Gewerkschaften gemeinsam mit der dbb tarifunion. Vom TVÖD werden etwa 2,3 Millionen Beschäftigte im öffentlichen Dienst der Kommunen und weiterer Bereiche erfasst.

[Quelle: https://www.verdi.de/presse]

Rund 80.000 Menschen unterzeichnen Offenen Brief „Soziale Arbeit ist unverzichtbar“ - ver.di übergibt Unterschriften an das Bundesfamilienministerium

 

COVID-19 Soziale Arbeit in der Corona-Krise stärken

Rund 80.000 Menschen unterzeichnen Offenen Brief „Soziale Arbeit ist unverzichtbar“ - ver.di übergibt Unterschriften an das Bundesfamilienministerium

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat am gestrigen Freitag (19. Juni) rund 80.000 Unterschriften unter den Offenen Brief „Soziale Arbeit ist unverzichtbar“ an das Bundesfamilienministerium übergeben und damit ihre Forderung nach einer Stärkung der Sozialen Arbeit in der Corona-Krise bekräftigt. „Die Beschäftigten in der Sozialen Arbeit – diese umfasst unter anderem Kitas, die Kinder- und Jugendhilfe, Behindertenhilfe oder Hilfen für Wohnungslose und Geflüchtete – sind gefordert wie nie zuvor; viele fühlen sich aber in der Corona-Krise alleingelassen“, sagte die stellvertretende ver.di-Vorsitzende Christine Behle. Den Beschäftigten würden häufig unzureichende oder fehlende Schutzmaßnahmen zugemutet, oder ihnen drohten Kurzarbeit oder Entlassung. „Qualifizierte Soziale Arbeit braucht gut entwickelte Träger und Strukturen; die entsprechenden Einrichtungen kann man nicht von heute auf morgen schließen und übermorgen wieder öffnen.“

Um den Gesundheitsschutz der Beschäftigten in der Sozialen Arbeit zu gewährleisten, brauche es bundesweite Regelungen, die Beschäftigten, Adressatinnen und Adressaten, Kindern und Eltern Sicherheit geben, so Behle weiter. Die durch das Bundesarbeitsministerium für die gesamte Arbeitswelt formulierten Standards seien in der Sozialen Arbeit, in der es um den Dienst an und mit den Menschen gehe, nicht anwendbar. „Hier besteht dringender Nachbesserungsbedarf.“ Die Bundesregierung müsse dafür die Verantwortung übernehmen und dürfe die Bundesländer und Träger der Sozialen Arbeit nicht damit allein lassen.

Der schon seit Jahren bestehende Fachkräftemangel werde durch die Corona-Krise verschärft, dies gelte insbesondere auch im Kita-Bereich, so Behle. „Die sprunghafte Öffnung der Kitas lässt die realen Kapazitäten unberücksichtigt.“ Dies gehe oftmals zu Lasten der Beschäftigten; dabei müssten insbesondere Beschäftigte, die Risikogruppen angehörten, geschützt werden. „Es kann nicht sein, dass Kolleginnen und Kollegen, die jahrelang den Kita-Ausbau unter schwierigen Bedingungen mitgetragen haben, jetzt in eine ungewisse Zukunft geschickt werden, wenn ihr Gesundheitszustand beeinträchtigt ist.“ Hier müsse der Bund eingreifen und Angebote machen, wie die Beschäftigten abgesichert werden können.

Die Forderungen des Offenen Briefes an Politik und Arbeitgeber wird ver.di in einer bundesweit digitalen Podiumsdiskussion per Stream Anfang Juli 2020 diskutieren.

Quelle: ver.di-Pressemitteilung vom 19. Juni 2020

Weitere Informationen unter: www.mehr-braucht-mehr.verdi.de


 
 

Liebe Mitarbeiterinnen, Mitarbeiter, liebe Kolleginnen und Kollegen

der 1. Mai ist nicht nur ein Feiertag, vielmehr ist er aus Sicht der Gewerkschaft ein " Kampftag". In vielen Städten, darunter auch in Braunschweig werden   von verschiedenen Bündnissen und Gewerkschaften organisierte Mai - Kundgebungen  / Demos stattfinden. Zeigt Solidarität  mit Kolleginnen und Kollegen, die sich für eure Interessen, besonders bei der Übernacht von Tarifforderungen  stark gemacht haben, wie zum Beispiel durch sogenannte Warnstreiks.

Auch wir Mitarbeiter bei der Caritas sollten dabei sein und Gesicht zeigen.

Mehr dazu findet ihr auf diesem Link: 1. Mai - Kundgebung in Braunschweig

Liebe Mitarbeiterinnen, Mitarbeiter,

liebe Kolleginnen und Kollegen.

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Bildquelle: 

Um was geht es?

Der 1. Mai steht für Solidarität. Er ist ein Tag mit Menschen, die für ihre Rechte aktiv sind. Vor über 100 Jahren, vor dem 1. Weltkrieg,  war er gekennzeichnet durch den Kampf um den 8-Stunden-Tag, für das Recht auf gewerkschaftliche Betätigung, für ein gerechtes Wahlrecht, gegen den drohenden Krieg. Heute geht es um einen fairen Lohn und gleiches Geld für gleiche Arbeit, gegen die weitere Umverteilung von unten nach oben. Damals musste man einen arbeitsfreien 1. Mai mit Streik und gegen Aussperrung durchsetzen. Heute ist er ein gesetzlicher Feiertag.

Der 1. Mai in Braunschweig wird organisiert vom DGB und seinen Mitgliedsgewerkschaften. Hier ist der 1. Mai traditionell dreifach geprägt: Durch die Kundgebung auf dem Burgplatz, durch die Demonstration und das Fest im Bürgerpark.
Aussagen zu aktuellen Themen auf dem Burgplatz verbinden sich mit der Atmosphäre eines Familienfestes im Bürgerpark. Hier gibt es unterschiedlichste Angebote für Aktivitäten, zum Zuhören, für den Meinungsaustausch, zum Wiedersehen und für Verabredungen.

Auch wir Mitarbeiter bei der Caritas sollten dabei sein und Gesicht zeigen.

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In diesem Sinne wünschen wir unseren Mitarbeiterinnen ud Mitarbeiter einen  schönen 1. Mai 2019

Quelle: https://erstermaibraunschweig.de/1-mai-bs/

Mehr dazu findet ihr auf diesem Link: 1. Mai - Kundgebung in Braunschweig