Auch die Regionalkommissionen Nord und Mitte haben in ihren heutigen Sitzungen die Corona-Einmalzahlungen beschlossen. Damit ist der Bundesbeschluss in allen sechs Regionalkommissionen unverändert umgesetzt worden! Ihr seid es wert 💪

Quelle: www.akmas.de

 

Corona-Einmalzahlung für die Caritas - harrt noch der regionalen Umsetzung

 

Wenngleich in den Medien der Beschluss zur Corona-Einmalzahlung für den Bereich der Caritas, die sich am Vorbild des TVöD orientiert, mit dem Beschluss der Bundeskommission als sicherer Erfolg dargestellt wurde, liegen noch zwei Hürden vor der Realisierung:

  1. muss dieser Beschluss zur Wirksamwerdung in den einzelnen Regionen noch einmal für die jeweilige Region beschlossen werden. 
  2.  müssen die regionalen Beschlüsse noch von den Bischöfen in Kraft gesetzt werden.

Der erste Schritt entsprechender Bundesbeschlüsse ist gelegentlich mit Komplikationen verknüpft gewesen, der zweite Schritt ist seit Jahren nurmehr eine Formsache. 

Die Regionalkommissionen tagen wie folgt:

  • 15.12.2020 Region Bayern
  • 16.12.2020 Regionen Ost, Baden-Württemberg, NRW
  • 17.12.2020 Region Mitte
  • 28.01.2021 Region Nord
Quelle 
 caritasverdiblogspot de

Nach langer Verhandlung nun doch Einigung: Corona-Prämie für über 600.000 Caritas-Beschäftigte kommt!

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Über 600.000 Beschäftigte der zur Caritas gehörenden Einrichtungen und Dienste werden eine zusätzliche, arbeitgeberfinanzierte Corona-Einmalzahlung erhalten. Das haben am Donnerstagabend die Dienstgeber- und die Mitarbeiterseite der Bundeskommission der Caritas beschlossen. In der laufenden Tarifrunde ist es in derselben Sitzung dagegen zu keinem Ergebnis gekommen.

Die beschlossene Corona-Einmalzahlung wird an die Caritas-Beschäftigten entsprechend der Regelung im Öffentlichen Dienst ausbezahlt:

Bezieherinnen und Bezieher unterer Einkommen erhalten 600 Euro, mittlerer Einkommen 400 Euro und höherer Einkommen 300 Euro. Auszubildende, Schüler und Praktikanten erhalten 225 Euro. Ärztinnen/Ärzte sowie Lehrer/innen sind von der Auszahlung wie auch im Öffentlichen Dienst ausgenommen.

Eine Einigung auf eine Corona-Einmalzahlung in der Caritas schien zwischenzeitlich fraglich:

Die Caritas Dienstgeberseite hatte die Prämie zunächst von der Annahme ihrer Forderungen in der laufenden Tarifrunde abhängig gemacht. In der gestrigen Sitzung der Bundeskommission erhielt der Antrag der Caritas Mitarbeiterseite nach stundenlangen Verhandlungen schließlich doch die notwendige Mehrheit.

Thomas Rühl, Sprecher der Caritas Mitarbeiterseite:

„Wir sind sehr froh, dass die Corona-Prämie für die Caritas endlich kommt. Das ist ein gutes Zeichen der Anerkennung geleisteter Arbeit unter schwierigen Bedingungen."

Die gestaffelte Höhe der Corona-Einmalzahlung

Beschäftgite nach Anlagen 31 - 33Beschäftigte nach Anlagen 2, 2d, 2e, 22, 23Einmalzahlung*
P4 bis P8
oder S2 bis S8b
VG 12 bis VG 5c 600 Euro
EG 9b bis EG 12
oder P9 bis P16
oder S9 bis S18
VG 5b bis VG 3 400 Euro
EG 13 bis EG 15 VG 2 bis VG 1 300 Euro

* bei einer Vollzeitstelle; bei Teilzeitstellen entspricht die EInmalzahlung dem Stellenanteil.

Auszubildende, Schüler/innen und Praktikanten nach Anlage 7 erhalten 225 Euro.

Die Mitarbeiter/innen erhalten die Corona-Einmalzahlung spätestens mit der Vergütung des Monats Juni 2021 ausgezahlt.

Dafür gibt es zwei Voraussetzungen:

  • wenn ihr Dienstverhältnis am 1. Dezember 2020 bestand und
  • wenn an mindestens einem Tag zwischen dem 1. März 2020 und dem 31. Dezember 2020 Anspruch auf Dienstbezüge bzw. Ausbildungsentgelt/-hilfe/-vergütung bestanden hat.

Der Gesetzgeber hat Corona-Einmalzahlungen bzw. Prämien bis zu 1.500 Euro steuer- und abgabenfrai gestellt. Da es verschiedene Quellen der Prämien gibt (Pflegeprämie Bund und Länder, freiwillige Prämien von Arbeitgebern), kann mit der Auszahlung der Corona-Einmalzahlung der Caritas bei manchen Beschäftigten diese Grenze von 1.500 Euro überschritten werden. Auf alle Beträge über dieser Grenze müssen Steuern und Abgaben gezahlt werden.

Quelle: www.akmas.de
 
 

Caritas Mitarbeiterseite sieht Tarifverhandlungen stark belastet - „Forderungen der Dienstgeber unsozial und kurzsichtig“

Wenige Tage vor dem nächsten Verhandlungstermin in der Tarifrunde der Caritas weist die Mitarbeiterseite die von den Dienstgebern veröffentlichte Forderungsliste scharf zurück. In vielen Punkten enthält die Liste Einschnitte in wesentliche Leistungen und Ansprüche der Beschäftigten.

Die Forderungen der Dienstgeber haben die Tarifverhandlungen stark belastet. Sie bedeuten einen Generalangriff auf das Tarifwerk der Caritas und eine massive Umverteilung von unten nach oben. In dem Papier wird in 17 Themenbereichen jedes Zugeständnis mit einschneidenden Gegenforderungen verbunden:

Kürzung des Urlaubsanspruchs für kranke Mitarbeiter, Abschaffung der Beihilfen, Abschaffung von Übergangsgeld, Reduzierung freier Tage, Unsicherheiten für Fahrdienste, Alltagsbegleiter und Betreuungskräfte. Auch der Vorschlag, Jahressonderzahlungen in ein 13. Monatsgehalt umzuwandeln, entpuppt sich als Mogelpackung, sicher ausgezahlt würden nur 75 Prozent. Abgeschafft würden dafür das Leistungsentgelt, die Sozialkomponente und die Kinderzulage für neue Beschäftigte. Zu einer Corona-Prämie gibt es in dem Forderungspapier der Dienstgeber keine verbindliche Aussage.

Die Mitarbeiterseite kritisiert zudem, dass die Dienstgeber vor allem höhere Lohngruppen besserstellen will. Dies soll durch Abstriche und Einschnitte in anderen Berufsgruppen und unteren Lohngruppen gegenfinanziert werden. Unverhandelbar ist für die Mitarbeiterseite insbesondere eine rein lineare Gehaltssteigerung ohne einen Sockelbetrag. Diesen benötigt die Caritas, damit die Schere zwischen niedrigen und höheren Einkommen nicht weiter auseinandergeht.

Rolf Cleophas, Pressesprecher der Caritas Mitarbeiterseite:

"Die Caritas Dienstgeber haben drei Verhandlungsrunden ungenutzt verstreichen lassen. Dann haben sie unter Zeitdruck eine Corona-Einmalzahlung gegen Einschnitte im Urlaubsrecht angeboten. Und auch bei den weiteren Themen der laufenden Tarifrunde provozieren sie mit unlauteren Tauschgeschäften – minimale Gehaltssteigerungen gegen Einschnitte in wesentliche Leistungen und in Ansprüche der Beschäftigten. Das verkaufen sie als attraktiv und modern.

Es ist aber unsozial und kurzsichtig: Die ganze Republik diskutiert seit Jahren über eine Aufwertung sozialer Berufe und über eine Überwindung der Personalnot. Ausgerechnet die Dienstgebervertreter des größten sozialen Arbeitgebers in Deutschland legen hier den Rückwärtsgang ein. Jetzt ist nicht die Zeit, Arbeitsbedingungen in systemrelevanten Berufen zu verschlechtern.

Mit der Mitarbeiterseite ist kein Tarifabschluss denkbar, der in diese Richtung weist. Gerade in diesen Zeiten brauchen wir mehr und nicht weniger Zusammenhalt. Mit kleinen, vergifteten Geschenken werden wir uns nicht kaufen lassen. Eine Spaltung der Belegschaft in wenige, die profitieren und viele, die abgehängt werden, werden wir verhindern. Es gibt entweder einen guten, für alle Beschäftigten gerechten Abschluss oder gar keinen."Wie geht es weiter?

Die Dienstgeberseite der Caritas hat angeboten, in der Tarifrunde noch im Dezember zu einem Abschluss zu kommen. Für die Verhandlungsrunde am Montag, den 30. November erwartet die Mitarbeiterseite daher eine erste konstruktive Reaktion auf ihr Angebot.

Quelle: www.akmas.de

Hinweis: Das aktuelle Tarif INFO, Ausgabe 05 gibt es hier zum Downloaden.